Funktionsweise und Aufbau sowie Allgemeine Informationen

Bei der elektrischen Zigarette handelt es sich um eine neuartige Entwicklung im Bereich des Rauchens, mit der gewisse unerwünschte Nebenwirkungen des herkömmlichen Rauchens bei gleichbleibendem Genuss vermieden werden sollen. Grundsätzlich basiert die E-Zigarette dabei auf dem Prinzip des Verdampfens einer aromatisierten Flüssigkeit, dem Liquid. Der dabei erzeugte Dampf wird durch den Dampfer inhaliert, wodurch eine ähnliche Wirkung wie bei dem Rauchen von herkömmlichen Zigaretten erreicht werden kann.

Die Herkunft der E-Zigarette

Das Konzept der E-Zigarette ist dabei jedoch alles andere als neu. Bereits 1963 war die grundsätzliche Funktionsweise der E-Zigarette patentiert worden, gelangte aber letztlich niemals in die Produktion. Die E-Zigarette in ihrer heutigen Form wurde 2003 in China entwickelt und feierte nur ein Jahr später ihre Premiere auf dem chinesischen Markt. Von dort verbreitete sie sich rasant weltweit mit immer höheren Absatzzahlen. Auch in Europa und insbesondere Deutschland ist die E-Zigarette längst im Alltag angekommen und erfreut sich steigender Beliebtheit.

Der grundsätzlicher Aufbau einer E-Zigarette

Die E-Zigarette hat zunächst eine etwas ähnliche Form wie die herkömmliche Zigarette, ist dabei jedoch etwas größer und aufgrund der enthaltenen Technik auch entsprechend schwerer gestaltet. Die wichtigsten verbauten Komponenten sind Akku und die Verdampfereinheit, in der sich das Liquid befindet. Dieser Aufbau ist bei fast allen im Handel verfügbaren E-Zigaretten identisch. In der Regel funktioniert das Aufladen des Akkus mittels einem USB-Kabel am PC, dem Notebook, oder mit Adapter auch an der Steckdose.

Der Akku einer E-Zigarette

Der Akku befindet sich zumeist am Ende der E-Zigarette und ersetzt damit die Position des Tabaks bei der herkömmlichen Zigarette. Er ist ein wichtiger Bestand der E-Zigarette, da nur mit einem funktionierenden Akku ausreichend Energie zum Verdampfen des Liquids zur Verfügung steht. Die Auswahl eines Akkus mit ausreichend hoher Kapazität ist daher von wesentlicher Bedeutung für das Dampfvergnügen, da mit leerem Akku die E-Zigarette nicht mehr benutzt werden kann.

Welche Kapazität ein Akku haben sollte, hängt in erster Linie von den Gewohnheiten des Dampfers ab. Bei sehr intensiver Nutzung kann ein Akku bereits nach wenigen Stunden leer sein. Für die Nutzung in E-Zigaretten konzipierte Akkus haben üblicherweise eine Kapazität zwischen 600 mAh und 1200 mAh. In der Regel lässt sich der Akku jedoch auch sehr schnell austauschen. Ist die Kapazität des Akkus daher nicht ausreichend, um die E-Zigarette den ganzen Tag über nutzen zu können, bietet sich das Mitführen weiterer Ersatzakkus an. 

Eine weitere, jedoch auch teurere Möglichkeit ist der Einsatz von sogenannten Akkuträgern. Hierbei wird die Batterie in eine Art Träger eingesetzt und bietet eine erhebliche größere Kapazität von bis zu 3600 mAh. Da Akkuträger grundsätzlich etwas größer gebaut sind, bieten sie auch mehr Platz für weitere Elektronik. Viele Akkuträger bieten daher die Möglichkeit, die Höhe der abzugebenden Voltzahl über ein kleines Display zu steuern. Durch mehr Volt lässt sich dabei auch mehr Dampf erzeugen. Da jeder Verdampfer abhängig vom verwendeten Liquid bei einer anderen Voltzahl optimal funktioniert, bieten diese Akkuträger dem Nutzer einen besonders großen Spielraum bei der exakten Abstimmung des Dampferlebnisses. Inzwischen sind jedoch auch normale Akkus oft mit einem Rädchen am unteren ende ausgestattet, mit welchem man durch drehen die Spannung und somit die Dampfentwicklung beeinflussen kann.

Der Verdampfer einer E-Zigarette

Der Verdampfer wird durch den Akku mit Energie versorgt. Durch Hitze wird das Liquid verdampft, wobei Verdampfer üblicherweise mit einer Temperatur von etwa 65 Grad C arbeiten. Bei herkömmlichen Zigaretten hingegen findet der Verbrennungsprozess bei 500 bis 600 Grad C statt.

Der Verdampfer bildet in jedem Fall das Herzstück der E-Zigarette, da hier das Liquid auf den erhitzten Heizwendel trifft. Da der Heizvorgang einem gewissen Verschleiß unterliegt, muss ein kleines Teil des Verdampfers, der sogenannte "Coil" oder Verdampferkopf, in dem sich der Heizwendel befindet, mit der Zeit gewechselt werden. Die Kosten dieser coils liegen je nach Hersteller bei etwa 2€ und halten bei richtiger Handhabung mehrere Wochen. Anhaltspunkte für die Notwendigkeit eines Wechsels sind insbesondere fehlender bzw schlechter Geschmack und die Abnahme dichten Dampfes bei der Nutzung.

Ausblick auf die weitere Entwicklung der E-Zigarette

Durch die ständige Weiterentwicklung der E-Zigarette wird auch das Dampfvergnügen stetig verbessert. Insbesondere kann durch den Einsatz immer stärkerer Akkus auch eine immer längere Nutzungsdauer erreicht werden. Dies macht die E-Zigarette auch zu einer Alternative für intensive Raucher, die auf den bisher notwendigen umständlichen Wechsel von Akkus unterwegs verzichten wollten.

Letztlich ist die E-Zigarette jedoch nach wie vor auch gesellschaftlich stark diskutiert. Das Bestreben hinsichtlich der Einstufung der E-Zigarette als Arzneimittel wird demnach aller Voraussicht nach auch zukünftig eine politische Rolle spielen. Um die E-Zigarette damit langfristig als Genussmittel etablieren zu können, ist eine gewisse gesellschaftliche Akzeptanz unverzichtbar. Eine solche kann jedoch nur durch eine sachlich geführte Diskussion erreicht werden. Hersteller und Dampfer haben daher die Pflicht des rücksichtsvollen Umgangs mit der E-Zigarette gegenüber Nichtdampfern, um insbesondere auch die Entstehung eines negativen Stigmas der E-Zigarette vergleichbar mit dem der herkömmlichen Zigarette zu vermeiden.

E-Zigaretten und ihre Rechtliche Einstufung

Da die E-Zigarette eine recht neue Entwicklung darstellt, ist die rechtliche Einordnung nach wie vor umstritten und damit schwierig. Insbesondere wird häufig die Einstufung der E-Zigarette als Arzneimittel gefordert. In der Folge der Vertrieb von E-Zigaretten und insbesondere auch Liquida ausschließlich Apotheken erlaubt, was hinsichtlich der Kosten und der einfachen Verfügbarkeit erhebliche Nachteile mit sich bringen würde. Da einige Stadtverwaltungen dieser Auffassung gefolgt waren und den Betreibern von Tabakshops den Vertrieb von Liquids entsprechend untersagt hatten, beschäftigte diese Frage zuletzt auch die Rechtsprechung. Das Bundesverwaltungsgericht erteilte dem Bestreben jedoch mit aktueller Entscheidung vom 20.11.2014 (Az. 3 C 25.13 und 3 C 26.13) eine klare Abfuhr. Demnach sind Liquids und damit auch E-Zigaretten grundsätzlich nicht als Arzneimittel aufzufassen, weshalb der Vertrieb als Genussmittel in Tabakshops auch zukünftig erlaubt bleibt.

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